Nun ist es schon wieder einige Wochen her, dass wir mithilfe vieler fleißiger Helfer und finanzieller Unterstützung von Zahnkunst Göttingen unser erstes Cross-Rennen veranstalten durften. Bei Sonne satt bewältigen viele Fahrer*innen die höhenmeterreiche Strecke. Jan war wieder mit seiner Kamera dabei und hielt das Spektakel für euch fest. Seht selbst – und wenn es euch gefällt, dann seid doch nächstes Jahr selbst am Start! 🙂
Tobias Buck-Gramcko, der im TUSPO-Weende zum Radsport kommt und ab und an auch noch beim Training vorbeischaut, wenn er in Göttingen ist, durfte diesen Sommer bei den Olympischen Spielen starten. In Paris ist er die 4er-Teamverfolgung auf der Bahn gefahren.
Bei der Deutschen Schulmeisterschaft, die wir unterstützten, und bei der um die 300 Schüler*innen an den Start gingen, konnten Göttinger Schulen in zwei Kategorien eine Podestplatzierung erreichen.
In der Wertungsklasse „WK 1 Jungen“ belegte die Georg-Christoph-Lichtenberg Schule aus Göttingen hinter dem Mörike Gymnasium Göppingen den zweiten Platz.
In der Wertungsklasse „WK 3 Mädchen“ brachten die Fahrerinnen des Felix-Klein-Gymnasium Göttingen ebenfalls die Silbermedaille nach Hause.
Paul-Felix Petry hat bereits in der Vergangenheit einige Rennen für sich entscheiden können. Doch diese Saison hat er ganz besonders geglänzt. Mit dem Europameister-Titel in der Einerverfolgung, dem Deutschen Meister-Titel in der Einerverfolgung und dem Titel bei der Deutschen Meisterschaft Berg unterstreicht er seine Stärke auf dem Rad. Zudem konnte er mit drei anderen Fahrer*innen das Mannschaftszeitfahren bei den UEC Road European Championships (BEL) auf Platz 2 beenden.
Nachdem Paul im Juli Europameister wurde, konnte er den Erwartungsdruck bei der Deutschen Meisterschaft der Einerverfolgung spüren:
Ich hatte natürlich einen großen Druck, nach der Europameisterschaft im Europameisteranzug nun auch die deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Ich habe versucht, mir darüber keinen großen Kopf zu machen und mich auf das Rennen zu konzentrieren.
Das fiel Paul im Qualifikationsrennen etwas schwer. Im Finale hat er seine Leistung aber komplett abrufen können:
Trotzdem habe ich vor allem in der Quali die Anspannung sehr gemerkt, wo ich dann auch nur zweiter geworden bin. Im Finale habe ich mich dann nochmal gefasst und konnte dann in der letzten Runde den Rückstand in einen Vorsprung von 0,2 Sekunden umwandeln.
Danach standen noch weitere Rennen auf dem Plan:
Letzte Woche [Zitat vom 18.09.2024] konnte ich bei Straßen EM in Zolder nochmal eine Silbermedaille im Mixed Relay der Junioren einfahren können. Am letzten Samstag konnte ich dann die Deutsche Meisterschaft Berg mit 40 Sekunden Vorsprung nach einem 10km Solo gewinnen.
Wir gratulieren Paul ganz herzlich zu seinen überragenden Leistungen und hoffen, dass er in den kommenden Jahren an seinen Erfolgen anschließen kann und den Weg im Radsport geht, den er sich wünscht.
Jeden zweiten Montag findet auf der Göttinger Radrennbahn ein Frauentraining statt. Was bisher nur aus Trainingsrennen bestand, wird nun auf Techniktraining und Trainingsrennen ausgeweitet.
Um 18 Uhr fangen wir also mit dem Technikteil an. Im Fokus stehen hier Sachen wie zum Beispiel Kreiseln und Trittgeschwindigkeit. Das Tempo wird bewusst in niedrigen Bereichen gehalten.
Um 19 Uhr gehen dann die Rennen los. Wir fahren zum Beispiel erst 15 Temporunden mit Wertung in jeder Runde und danach ein Punktefahren.
Bei beiden Teilen sind alle Frauen, die ein Rennrad (kein Bahnrad) mitbringen, herzlich willkommen. Sorgen um die Leistung muss sich nicht gemacht werden, denn der Vorteil an der Bahn ist ja schließlich, dass wir Runden fahren und man daher nicht abgehängt werden kann. Wenn jemand nicht mehr mitkommen, dann kann einfach eine Runde Pause gemacht werden. Und das ist auch nicht unüblich 🙂
Weitere Trainingstermine könnt ihr hier finden: Trainingszeiten.
7 Etappen, 826km und 18600HM Anstieg liegen hinter uns und wir haben als Team super funktioniert. Nach einem 3. und einem 2. Platz in der AK Tageswertung bei der TOUR Transalp mussten wir unseren dritten Platz in der Gesamtwertung am 6. Tag abgeben, und sind am Ende zufriedene 4. bei den „Grand Masters“ geworden.
Was super war: die Taktik, das Finden der richtigen Gruppen und die Stimmung mit den Teilnehmern, die man ja jeden Tag wieder getroffen hat. Was auch dazu gehörte: Björn hat an den langen Anstiegen gekämpft, aber war dort nicht auf der Höhe der Leistungsfähigkeit von Michael und deswegen sehr dankbar für das exakte Pacing, den Windschatten und die moralische Unterstützung. Michael hat sich insbesondere auf den Abfahrten von Tag zu Tag gesteigert und die schnelle und sichere Abfahrt vom Mendelpass war ein Hochgenuss.
Wir haben viel über Etappenrennen gelernt, schließlich haben wir das beide zum ersten Mal gemacht. Wir haben viel Freude an der guten Organisation und dem Event insgesamt gehabt. Der enge Kampf um die Minuten hat unseren Ehrgeiz ganz schön angefacht. Viel Freude hatten wir an den super Laufrädern die wir uns bei Spyr Cycles frisch aufbauen ließen.
Text und Fotos von Björn
Mehr Informationen zur TOUR Transalp gibt es hier.
Auch bei der Deutschen Meisterschaft im Einzelzeitfahren sind einige TUSPOS an den Start gegangen. Tobias Buck-Gramcko belegte mit einer Zeit von 41:22,3 Minuten auf der 32.2 km langen Strecke und somit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 46,69 km/h den 5. Platz im Einzelzeitfahren der Männer U23. Karoline Goldschmidt fuhr auf der gleichen Strecke mit 48:31,9 Minuten auf Platz 16 und kratzte an der Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h.
Unsere Jugend war mit Friederike Michels, Paul Petry und Luca Lüdemann am Start. Friederike wurde 28. im EZF U19, Paul landete ebenfalls bei der U19 auf Platz 8 und Luca auf Platz 28.
Maximilian Lange fuhr bei den Männern auf Platz 71.
Dieses Jahr startete noch einmal mit zwei Silbermedaillen: Kai konnte nicht nur einen 2. Platz AK bei der TdE auf 100 km (Gesamtwertung 33.), sondern ebenfalls einen 2. Platz bei der Landesverbandsmeisterschaft (LVM) im Einzelzeitfahren verbuchen. Kai hatte somit mal wieder einen erfolgreichen Saisoneinstieg. Zumindest was die klassischen Lizenzrennen angeht, wird dies aber auch der letzte gewesen sein, denn er verrät nach der LVM:
Das sollte eigentlich meine letzte LVM gewesen sein. Ich formuliere noch vorsichtig, weil noch nicht richtig angekommen im Oberstübchen und echt komisch, etwas bewusst das letzte Mal zu machen. Aber nächstes Jahr werde ich keine Lizenz mehr lösen.
Kai-Henrik Günther
Kai hat 1991 im ersten Jahr U19, damals noch „Junioren“, seine erste Lizenz gelöst und ist seitdem ununterbrochen Lizenzrennen gefahren. Allein bei Landesverbandsmeisterschaften errang er insgesamt 13 Podiumsplätze, er war 5 x Landes-, 5 x Vizelandesmeister und hatte 3 x Bronze. Kaum einer von uns kann sich vorstellen, wie es sich anfühlt, nach Jahrzehnten des aktiven Rennsports nun im nächsten Jahr keine Lizenz mehr zu lösen. Dass es für ihn komisch ist, kann man gern glauben, denn er hat eine durchaus erfolgreiche Rennkarriere hinter sich.
Wir gratulieren dir ganz herzlich zu dieser großartigen Karriere und freuen uns, dich weiterhin bei uns als Freund, starken Radfahrer und Laufradbauer im TUSPO zu haben.